¡Hola Barcino!

Nachdem wir gestern Abend schon ein bisschen über die Passeig de Gracia und die Ramblers flaniert sind, haben wir uns für heute das Barri Gòtic, die gotische Altstadt Barcelonas, ausgesucht. Unsere erste Station war der Plaça Reial, der angeblich schönste Platz in Barcelona.

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Das ist übrigens die katalanische Flagge, vier rote Streifen auf gelbem Grund.

Unser Weg führt uns weiter durch die engen Gassen bis zur Eglésia de la Mercè, die Kirche der "Barmherzigen Muttergottes". Kirchen gibt es hier ja auch eine Menge. Unsere nächste Station ist dann nämlich auch schon die Catedral und das kleine Viertel darum.

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Sehr beeindruckend! Über den begrünten Kreuzgang, wo auch Enten schnattern, kommen wir dann auch noch ins Innere bevor die Kirche (zur Siesta) schließt. Wir gönnen uns nun erstmal eine kleine Pause in einem gemütlichen Café. Ich habe mir eine heiße Schokolade und einen Crumble de Poma, ein warmer Apfel-Crumble, ausgesucht.

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Der ist verdammt lecker, allerdings hätte wahrscheinlich auch die Schokolade allein gereicht. Die ist nämlich, anders als bei uns, sehr dickflüssig - mit Sahne uns einer Art Schokokeks dazu dann insgesamt doch sehr mächtig.

So gestärkt haben wir die Tour durch das Barri Gòtic abgeschlossen und uns dann westlich der Ramblas das Viertel El Raval angesehen. Dieses hat allgemein einen recht schlechten Ruf, als Rotlichtviertel und früher sehr vernachlässigter Stadtbereich. Doch inzwischen hat die Stadt einiges getan und zum Beispiel die neue Rambla del Raval ist ganz hübsch. Am Museu d'Art Contemporani de Barcelona, in der Nähe der Universität legen wir noch mal eine kleine Pause ein und schauen den Skateboardern beim Üben zu.

Auf der Avinguda de les Drassanes laufen wir nun in Richtung Hafen. Eigentlich wollten wir uns das Museu Marítim ansehen, doch die Dauerausstellung ist zur Zeit wegen Umbau geschlossen. Also geht es weiter zum Port Vell, dem alten Hafen.

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Über die Rambla de Mar, einer Fußgängerbrücke, kommen wir auf den Kai Moll d'Espanya und von dort weiter zum Museu d'Història de Catalunya. Als passendes Kulturprogramm erfahren wir also auf zwei Etagen einiges über die Geschichte Katalaniens. Das Museum ist sehr ansprechend gestaltet. Man kann sogar einiges selbst ausprobieren, z.B. per Hand Mehl mahlen oder ein Kettenhemd und Ritterausrüstung anheben. (Schwer!) Auf der zweiten Etage zur Neuzeit bin ich nach diesem Tag allerdings nicht mehr besonders aufnahmefähig. ;) Zum Abschluss begeben wir uns noch auf die Terrasse in der vierten Etage, von dort hat man nämlich einen tollen Ausblick auf den Hafen.

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Im Dunkeln machen wir uns auf den Rückweg.

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Und landen zum Abendessen schließlich in einer Tapas-Bar. Dort probieren wir uns ein bisschen durch die Karte, die Auswahl ist ja riesig. Es gibt mit Tomate eingeriebenes Baguette (wohl typisch katalanisch), Käsekroketten, Kartoffeln mit Allioli, gegrilltes Gemüse, Rührei mit Schinken und zum Nachtisch Crema Catalana mit Erdbeeren. :)

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Nun sitzen wir im Aufenthaltsraum unseres Hotels bei einem Glas Rioja und knabbern Pipas con sal - gesalzene Sonnenblumenkerne. Morgen wollen wir die "Neustadt" l'Eixample erkunden.