Deichbrand-Festival 2013

Festival, Festival... endlich mal wieder ein Festival! :)

Deichbrand in Nordholz

Letztes Wochenende haben wir uns auf den Weg in den Norden nach Nordholz bei Cuxhaven gemacht, denn dort fand vom 20. bis 22. Juli das Deichbrand-Festival statt. Meine Festival-Erfahrungen beschränken sich ja bisher nur auf ein Rock im Park und das wollte ich dann doch mal ändern. Durch Svü bin ich auf's Deichbrand aufmerksam geworden und da das LineUp sowohl mir als auch dem Liebsten gefiel, haben wir fast spontan Tickets gekauft.

Vorbereitungen, Packen und Autofahren

Wesertunnel Wesertunnel

Und dann lagen die Tickets erstmal rum. Die letzten Wochen waren aus unterschiedlichen Gründen ziemlich stressig, so dass wir relativ kurzfristig alles geplant und gepackt haben. Urlaub gab es dafür auch ganz großzügig von Donnerstag bis Montag. :)

Donnerstagvormittag haben wir dann also das Auto vollgepackt, Verpflegung eingekauft und dann ging es gegen 13:37 Uhr los. Ungefähr sechs Stunden haben wir gebraucht, bis wir dann endlich auf dem Parkplatz angekommen sind.

Staub

autoMan muss dazu sagen, dass das ganz Festivalgelände eigentlich Acker ist. Und das merkte man, es war staubig! Das Mistzeug war überall; auf der Haut, (in der Nase), auf den Klamotten und Zelten, in den Schuhen, auf den Autos hat sich über die drei Tage eine schöne Staubschicht gebildet. Das hat viele zu - mehr oder weniger - kreativen Staubmalereien animiert. Wir sind am Montag erstmal direkt in die Waschanlage gefahren. Auf der Autobahn hat man schon auf mehrere hundert Meter erkannt, wer auch beim Deichbrand war. ;)

Greencamp

MondWir haben uns am Mittwochabend noch für das Greencamp angemeldet. Das Greencamp war ein Teil des normalen Campingplatzes, auf dem es allerdings ruhiger und vor allem sauberer zugehen sollte. Und ich muss sagen, es war eine sehr gute Entscheidung! Und es sah auch wirklich gut aus im Greencamp. Fast alle haben ihren Müll weggeräumt (das ist offenbar für manche Leute nicht so selbstverständlich!) und großartige Störenfriede gab es auch nicht, so dass man halbwegs entspannt campen konnte. Nur Platz war ein Problem. Wir sind Donnerstagabend angekommen und haben für unsere zwei Zelte kaum noch ein Fleckchen gefunden. Dabei möchte ich erwähnen, dass wir beim Warten an der Bändchenausgabe ein nettes Pärchen getroffen haben, mit denen wir uns dann spontan zusammengeschlossen haben. :)

Verpflegung

esbitkocherDie Beiden haben uns dann netterweise am Samstag auch noch mit Gegrilltem mit versorgt, da sie offenbar zu viel eingepackt hatten. Lecker! Ansonsten hat es mit unserer Verpflegung auch ganz gut geklappt. Dirket am Donnerstagabend haben wir noch gegrillt, mit dem Son of Hibachi - das ist ja ein krasses Teil! Zum Frühstück gab es Kelloggs (diese Portionspackungen und H-Milch-Trinkpäckchen), Rosinenzopf und Obst. Für den Rest haben wir ganz klassisch Dosenfutter gekauft: natürlich Ravioli, aber auch unterschiedliche Suppen, da ich keine Lust hatte, drei Tage das Gleiche zu essen. Für die Dosen haben wir noch vor der Abfahrt einen kleinen Esbitkocher gekauft. Ich war ja sehr überrascht, dass das tatsächlich so gut geklappt hat und finde, dass es eine gute Alternative zu den klassischen Gaskochern ist. Auf dem Gelände selbst gab es auch sehr viele Essensstände und die Preise waren sogar ziemlich fair. Dort haben wir uns einmal Handbrot geholt, das war nämlich unglaublich gut!

Sanitär

Ein Wort wollte ich noch zu den Sanitäranlagen verlieren. Denn es gab neben den Dixiklos auch noch "richtige" Spültoiletten, die regelmäßig gereinigt wurden. Zwar hat sich nach drei Tagen auch hier der Staub breit gemacht, aber im Ganzen fand ich die sehr gut. Toilettenpapier gab es auch immer ausreichend und warten musste ich nie. Vor den Toiletten gab es laufendes Wasser, wo man Hände waschen, Zähne putzen oder Geschirr waschen konnte. Die Duschen entpuppten sich als große Gemeinschaftsduschen, doch sie waren kostenlos und auch recht sauber. Wenn man die Duschzeit gut gelegt hat, war es auch ziemlich leer. (Da wir keinen Headliner sehen wollten, war das die perfekte Zeit.) Und das Duschen tat echt gut! :D

Sommersonne

Wie es so ist beim Festival im Sommer hat auch (ab Samstag) die Sonne ordentlich geschienen! Ich bin ja ein Sonnenkind und mag das sehr, auch wenn mir Hitze irgendwann auf den Kopf schlägt. Irgendwann wurde es morgens sehr warm im Zelt und viel Schatten gab es nicht. Wir haben leider kein Sonnensegel oder so, aber einen kleinen Regenschirm haben wir mitgenommen, so dass es vor dem Zelt im kleinen Schirmschatten auch noch ging. Auf dem Gelände selbst war Schatten wirklich rar. Natürlich haben wir so wieder mal etwas Farbe bekommen, trotz Sonnencreme auch einen kleinen Sonnenbrand, der allerdings schon wieder kuriert ist.

Rockcity

Rockcity

Das Festivalgelände war, wie ich finde, ganz gut aufgebaut. Es gab zwei Bühnen, die im 90°-Winkel zueinander standen und abwechselnd bespielt wurden, so dass man wirklich alle Bands, die auf den Bühnen spielten, sehen konnte. Im Palastzelt fanden noch parallel Konzerte statt. Im Zelt waren wir nur einmal, um Mrs. Greenbird zu sehen, doch das fand ich nicht so toll, da die Musik von draußen fast die im Zelt übertönt hat.

Bands

Die Musik auf dem Deichbrand war, finde ich, ziemlich gemischt, so dass eigentlich für jeden was dabei war. Ich habe endlich mal wieder ein paar schon bekannte Band gesehen, aber auch einige Neue. Meine Highlights waren Bosse, Frittenbude, Großstadtgefüster, und Madsen. Neu entdeckt habe ich Tonbandgerät und wirklich Eindruck haben Anti-Flag bei mir hinterlassen. Ansonsten gab es noch einige andere gute Shows, z.B. von den Broilers, Casper, Le Fly, Adept, Frida Gold, Itchy Poopzkid und Comeback Kid.

Stimmung und Organisation

War mir während der ganzen Zeit gut gefallen hat, war die Atmosphäre auf dem Festivalgelände. Die war insgesamt wirklich angenehm. Es gab wenig Gedrängel, z.B.  um in den Bereich vor der Bühne zu kommen und die Leute hatten alle gute Laune. Klar finden sich auch die üblichen Betrunkenen und die, die es etwas übertreiben, aber das hielt sich m.M.n. in Grenzen. Es gab viele Seifenblasen (Kann ich bitte so eine Seifenblasenpistole haben? ^^) und auch Konfetti. :D

Wirklich gut fand ich auch die Organisation. Zwar hat es an Schatten gemangelt, aber dafür wurde ab Samstagnachmittag auch viel kostenlos Wasser verteilt. Im vorderen Bühnenbereich haben Wasserschläuche für Abkühlung gesorgt. Als der Liebste von Comeback Kid wiederkam, war er total durchnässt, das war wirklich angenehm. ;)

Die Security war ziemlich gut drauf und hat bei allen Konzerten mitgefeiert und Wasser verteilt. Natürlich haben die auch ihren Job gemacht und Leute, die Wellenbrecher geklettert sind, abgefangen. Zwei Mal haben wir auch eine Verfolgungsjagd miterlebt. Sanitäter waren auch ziemlich viele vor Ort, die sich schnell und gut um alles gekümmert haben, vom Kratzer am Knie, bis zu angeknacksten Knöcheln und den Hitzeopfern.

Cuxhaven

Cuxhaven

Da wir ja einen etwas längeren Heimweg hatten, sind wir noch bis Montag geblieben. Montagfrüh haben wir dann das Zelt abgebaut und die restlichen Sachen im Auto verstaut. Müllpfand gab es auch zurück, obwohl wir nicht mal einen halben Sack vollbekommen hatten. Da ich gern noch mal das Meer sehen wollte, haben wir uns erstmal auf in Richtung Cuxhaven gemacht. Leider hat mich Cuxhaven jetzt nicht so beeindruckt, vielleicht waren wir aber auch an der falschen Stelle. Nach langem Suchen haben wir auch ein kleines Frühstückscafé gefunden. So gestärkt ging es dann wieder auf die Autobahn und auf 530km der Heimat entgegen.

armband

Und ich muss sagen, die vier Tage waren wirklich wie Urlaub! :)

Niko und Svü haben auch über das Deichbrand geschrieben.