@JUG_DA: Yes we Kanban!

Gestern Abend war ich dann doch einmal bei einem User Group-Treffen, bei der Java User Group Darmstadt um genauer zu sein. Das Thema zur ersten Veranstaltung 2013 (und unter einem neuen Organisationsteam) war: Yes we Kanban!

In seinem Vortrag hat Christian Dähn Kanban oder vielmehr das Kozept hinter Kanban vorgestellt.
Irgendwann in meinem Studium wurde das Thema, wie so viele andere, sicherlich auch mal angekratzt, aber wir hatten damals ja das Vergnügen einer Projektwoche zum Thema Scrum. Aber das ist eine andere Geschichte. ;)
Der Kanban-Vortrag gestern Abend hat mir jedenfalls ganz gut gefallen. Rein objektiv betrachtet waren die Folien super: ein Bild, eine Überschrift und viel Gesagtes. Die gibt es hier übrigens noch mal zum Angucken. Aber auch die Tonspur war interessant und sehr informativ.
Was habe ich also mitgenommen? Kanban ist unterm Strich eine Methode für eine evolutionäre Verbesserung des Gesamten. Ein großes Thema ist die Limitierung von Aufgaben und dadurch die Gestaltung des Workflows. Kanban verändert nicht auf einmal die gesamte Struktur, sondern arbeitet mit dem, was vorhanden ist. Bestehnde Rollen werden respektiert und beibehalten. Zusätzliche Policies können die Grundsätze der Arbeit beschreiben. Wichtig ist, glaube ich, dass man eine gute Idee von der Arbeitsweise hat, die man anstreben will und das dann Schritt für Schritt festschreibt, ausprobiert und umsetzt.
Das Problem, was ich sehe, ist: Kanban funktioniert nur in einheitlichen Systemen mit klaren Teams, Aufgaben und Projekten. Wenn "jeder irgendwie alles" macht, wird's schon schwierig. Und als Dienstleister kann man es sich unter Umständen nicht leisten, eine Aufgabe abzulehnen, weil das Limit erreicht ist. Trotzdem kann man meiner Meinung nach auch nur Teile bzw. Ideen aus Kanban mitnehmen, wie bspw. ganz klassisch die Aufgabenvisualisierung. Denn unterm Strich ist das große Ziel ja, sich zu verbessern. :)
Stattgefunden hat das Ganze in einem kleineren Hörsaal der TU Darmstadt. Für Vorträge ist das natürlich ideal, zum Networking eher nicht so. Dafür ging es anschließend in den Hotzenplotz. Da habe ich mich aber ausgeklinkt, war auch so ok.