#YarnCamp: Rund ums Knäuel

Dann starte ich mal aus meiner mehr oder weniger freiwilligen Blogpause mit einem ganz aktuellen Ereignis. Gestern fand in Frankfurt das YarnCamp statt! :)

Anfang Juli hatte ich mir relativ spontan ein Ticket geklickt. Nicht nur zu irgendeinem Barcamp, sondern auch noch zum ersten YarnCamp! Es geht um Wolle und alles, was man damit so anstellen kann. Ich war ziemlich gespannt, was das wird. Barcamp-Erfahrung hatte ich bis dato auch noch keine.

Also ging es am Sonntagfrüh los nach Frankfurt zum Haus des Buches. Auf dem Römerberg bin ich natürlich erstmal in die falsche Richtung gelaufen, aber ansonsten war es gut zu finden und an der Adresse haben viele YarnCamp-Zettel den Weg gewiesen. ;)

Zuerst gab es ein Namensschildchen und GoodieBags. Woah, dazu aber später noch mal mehr. Direkt hinter dem (kleinen) Eingangsbereich war ein Bereich mit Stehtischen, ringsherum Platz für's Catering und hinten eine kleine Getränkebar. Das Catering war ganz großartig: Es gab lecker und ausreichend Frühstück, später Mittag, Kuchen & Süßes und Getränke. Apropos Getränke, da gab es eine für meinen Geschmack ziemlich gute Kaffeemischung, extra für's YarnCamp, vom Sonntag Morgen sowie Innocent Smoothies. Yay. :)

YarnCamp - Opening Session

Nach einer kurzen Aufwärm-, Kennenlern- und Frühstückszeit ging es dann auch los. Im größten Saal startete das YarnCamp mit der Eröffnungssession. Hier haben sich die Organisatoren kurz vorgestellt und erklärt, wie der Tag ablaufen wird. Nach einer schnellen Vorstellungsrunde mit Namen und drei "Tags für den Tag" konnte jeder, der wollte, eine (oder mehrere) Sessions vorschlagen. Es gab viel Zuspruch für die vorgeschlagenen Themen und ganz schnell stand der Zeitplan mit insgesamt 15 unterschiedlichen Sessions. Vom Stricken und Häkeln, zu Fotografieren und Social Media war alles mit dabei.

Der erste Eindruck während der Eröffnung: Es sind sehr, sehr viele Frauen da bzw. sehr wenige Männer, vier an der Zahl. Network der Wahl ist in dieser Runde und dem Thema entsprechend Ravelry. Relativ wenige (aktive) Twitterer und auch einige "Offliner" finden sich unter den TeilnehmerInnen. Für mich war das schon mal die erste neue Erfahrung, neben dem BarCamp an sich.

Fotografieren mit dem iPhoneMeine erste Session war "Fotos mit dem iPhone" (auch für nicht-Äpfel) von Sabine. Es gab ein paar Erklärungen zu den Eigenschaften von Handykameras (Stichwort: Weitwinkel) und Tipps, wie man am besten Fotos macht. Zoom, zoom, zoom! Ein bisschen ausprobiert wurde selbstverständlich auch. :)

In der nächsten Runde gab es leider kein Thema für mich. Zwischendurch haben auch noch ein paar Sessions getauscht, so dass (für mich) interessante Themen plötzlich gleichzeitig stattfanden. Das ist dann leider die Krux des BarCamps (und von Konferenzen allgemein). In der Pause gab es dann also Verpflegung und ein paar nette Gespräche. :)

Nicht twittern, Knittern!Neue Erkenntnisse: Als Häkelmädchen ist man in d(ies)er Woll-Community relativ in der Minderheit. Es wird verdammt viel gestrickt! Auch während der Sessions. Was ich die ganze Zeit faszinierend fand, dass ohne hinzugucken und in einem wahnsinnigen Tempo gestrickt wurde. Da hätte ich schon fünfzig Maschen verloren. Das ist sicherlich auch alles Übungssache. Beeindruckt war ich trotzdem enorm.

Die darauffolgende Session, die ich mir ausgesucht habe, war "Beanies kann man nie genug haben / Mützen häkeln & stricken". Ich dachte, ich probier's mal wieder mit dem Stricken und hab mich zu Corinna begeben, die tagtäglich Mützen strickt. Hui! Ich hab ja die ganze Zeit gesagt, dass ich nicht stricken könne. Was so an sich nicht stimmt. Den Anschlag muss ich immer wieder nachgucken und ansonsten kann ich linke und rechte Maschen. Nur damit ist es ja meistens nicht getan. ;) Da meine letzten Strickerfahrungen über ein Jahr her sind, habe ich noch etwas Hilfe gebraucht. War aber alles kein Problem, meine Mitstrickerinnen haben mir ganz toll geholfen. :) Für diese Session hat Lana Grossa eine ganze Menge Wolle sowie Strick- und Häkelnadeln gesponsort. Super! Mein etwas krumpeliger Mützenansatz von gerade mal zwei kümmerlichen Reihen am Ende der Session ist nicht der Rede wert. Doch mit der Rundstricknadel scheint mir so eine Mütze einfacher gemacht zu sein, als mit einem Nadelspiel. (Was mich immer noch etwas abschreckt.) Ich werde es auf jeden Fall nochmal probieren. :)

Interessant finde ich ja, dass viele Strickerinnen häkeln kompliziert finden. Dabei kenne ich es so, dass häkeln "die kleine Schwester" vom Stricken ist. Ich persönlich finde stricken etwas komplizierter; zwei (oder mehr) Nadeln, viiiele Maschen und das Ganze ist relativ fehlerintolerant. Aber ich gebe nicht auf. ;) In einer Häkeln für Anfänger-Session haben auch Strick-Profis sich mal mit der Häkelnadel probiert. Find ich ja gut. :)

KreiswestenAls nächstes hat Birgit etwas über "Kreiswesten (stricken & häkeln)" erzählt. Das Prinzip ist ganz einfach und viele Anleitungen gibt es in der Facebook-Gruppe "Kreisjacken-Virus". Die Kreiswesten fand ich ganz toll und vielleicht probiere ich mich damit noch mal mit den Stricknadeln. Obwohl es wohl auch schöne gehäkelte Modelle gibt. Ach ja, so viele tolle Dinge.

Überhaupt gab es auf dem YarnCamp natürlich viele tolle gestrickte und gehäkelte Stücke zu bewundern. Von Schals und Tüchern über Jacken und Pullover, Taschen und Decken... alles war in gestrickter oder gehäkelter Form vertreten.

Im Foyer gab es einen Korb für eine Wollbörse. Schöne Idee. Ich glaube, an diesem Tag hat viel Wolle die Besitzerin gewechselt. Das, was am Ende des Tages übrig blieb, wird an das Asylheim in München gespendet.

In der darauffolgenden Session, die Steffi vom OZ-Verlag hielt, wurde über "Die perfekte Anleitung" diskutiert. Was muss rein, was ist sinnvoll und was bringt gar nichts. Ich habe festgestellt, dass es anscheinend tausendundeine Möglichkeit gibt, Strick- und Häkelanleitungen zu schreiben. Ich selbst häkel ja eigentlich nur nach Reihen- bzw. Rundenbeschreibungen. Häkel- und Strickschrift sieht für mich ein bisschen aus wie Hieroglyphen. ^^

Insgesamt habe ich festgestellt, dass ich meine Zeit weit weniger mit wolligem verbringe als viele der TeilnehmerInnen. Teilweise wurden Strick(fach)begriffe durch den Raum geworfen, die für mich einfach komplett unbekannt waren und von Projekten und Fertigstellungszeiten erzählt, bei denen ich nur staunen kann.

In meiner letzten Session wurde über das Thema "Maschenprobe" gesprochen. Ehrlich gesagt, bin ich immer noch nicht viel schlauer, ob das nun was bringt, oder nicht. Allerdings gab es ein paar Tipps, z.B. dass man einen Rand in kraus rechts um die eigentliche Maschenprobe stricken sollte, damit sie dann glatter liegt. Oder dass man die Maschenprobe mal waschen sollte, um zu sehen, ob sie eingeht. Anscheinend haben aber auch erfahrene StrickerInnen so ihre Problemchen mit Maschenproben.

YarnCamp - Sponsoren & Goodies

In der darauffolgenden Abschlusssession gab es noch eine Verlosung für drei "Häkeln + Stricken für Geeks" vom O'Reilly-Verlag sowie Feedback. Ich für meinen Teil war unglaublich überrascht über die Anzahl und das Engagement der Sponsoren, die das "kleine" erste YarnCamp hatte. Einige Teilnehmer waren von den Sponsoren selbst dabei, z.B. der OZ-Verlag, Mein Filati und der O'Reilly-Verlag. Von Lana Grossa gab es eine prall gefüllte Tasche mit Wolle, Nadeln und Anleitungen. Es lagen viele Zeitschriften aus und im zusätzlichen Goodiebag fanden sich weitere Zeitschriften, ein myboshi-Buch (!), Postkarten von dawanda und, und, und. Wow!

Das Feedback für die Idee, Location, das Catering und das Organisationsteam war durchweg positiv. Und ich muss sagen, es hat tatsächlich alles gestimmt. Das gibt es selten und muss im Vorfeld und während des YarnCamps unglaublich viel Arbeit gewesen sein. Vielen Dank an Lutz, Romy, Sara und Rebekka. Ganz großes Kino! Ich freue mich schon sehr auf nächstes Jahr, denn das wurde schon angekündigt: Es wird ein zweites YarnCamp geben. :)

Unter normalen Umständen hätte ich wahrscheinlich mehr gemacht. So habe ich eher zugehört und vor allem zugesehen. Auch ok. Vielleicht kann man beim nächsten Mal ein bisschen besser "netzwerken". Vorstellung von Stricktreffs, die es ja scheinbar in der Region und überall zu geben scheint. Vielleicht hätte ich dafür in den Ravelry-Vortrag gehen sollen oder doch ein mixxt-Konto anlegen. Hm. Einige Leute findet man aber auch so über Twitter und auch der Feedreader ist schon mit neuen Blogs gefüttert. ;)

Hier also abschließend noch weitere Beiträge zum ersten YarnCamp überhaupt:

Außerdem gibt es noch einen Flickr-Fotopool, aus dem ich auch im Beitrag schon einige Bilder verlinkt habe. Auf Facebook gibt es auch ein Fotoalbum. Für weitere Impressionen einfach mal durchklicken. ;)

So oder so.

Inzwischen ist es schon ein paar Jahre her, dass mir Bosse vorgestellt wurden. (Und zwar von Patrick!)

Inzwischen habe ich Bosse schon mehrfach live erlebt und war jedes Mal sehr begeistert; zuletzt beim Deichbrand und in München.

Gestern bin ich über das Making Of zum neuen Musikvideo von "So oder so" gestolpert:

Ich find's ganz toll und hier nun mal das ganze Musikvideo:

:)

Deichbrand-Festival 2013

Festival, Festival... endlich mal wieder ein Festival! :)

Deichbrand in Nordholz

Letztes Wochenende haben wir uns auf den Weg in den Norden nach Nordholz bei Cuxhaven gemacht, denn dort fand vom 20. bis 22. Juli das Deichbrand-Festival statt. Meine Festival-Erfahrungen beschränken sich ja bisher nur auf ein Rock im Park und das wollte ich dann doch mal ändern. Durch Svü bin ich auf's Deichbrand aufmerksam geworden und da das LineUp sowohl mir als auch dem Liebsten gefiel, haben wir fast spontan Tickets gekauft.

Vorbereitungen, Packen und Autofahren

Wesertunnel Wesertunnel

Und dann lagen die Tickets erstmal rum. Die letzten Wochen waren aus unterschiedlichen Gründen ziemlich stressig, so dass wir relativ kurzfristig alles geplant und gepackt haben. Urlaub gab es dafür auch ganz großzügig von Donnerstag bis Montag. :)

Donnerstagvormittag haben wir dann also das Auto vollgepackt, Verpflegung eingekauft und dann ging es gegen 13:37 Uhr los. Ungefähr sechs Stunden haben wir gebraucht, bis wir dann endlich auf dem Parkplatz angekommen sind.

Staub

autoMan muss dazu sagen, dass das ganz Festivalgelände eigentlich Acker ist. Und das merkte man, es war staubig! Das Mistzeug war überall; auf der Haut, (in der Nase), auf den Klamotten und Zelten, in den Schuhen, auf den Autos hat sich über die drei Tage eine schöne Staubschicht gebildet. Das hat viele zu - mehr oder weniger - kreativen Staubmalereien animiert. Wir sind am Montag erstmal direkt in die Waschanlage gefahren. Auf der Autobahn hat man schon auf mehrere hundert Meter erkannt, wer auch beim Deichbrand war. ;)

Greencamp

MondWir haben uns am Mittwochabend noch für das Greencamp angemeldet. Das Greencamp war ein Teil des normalen Campingplatzes, auf dem es allerdings ruhiger und vor allem sauberer zugehen sollte. Und ich muss sagen, es war eine sehr gute Entscheidung! Und es sah auch wirklich gut aus im Greencamp. Fast alle haben ihren Müll weggeräumt (das ist offenbar für manche Leute nicht so selbstverständlich!) und großartige Störenfriede gab es auch nicht, so dass man halbwegs entspannt campen konnte. Nur Platz war ein Problem. Wir sind Donnerstagabend angekommen und haben für unsere zwei Zelte kaum noch ein Fleckchen gefunden. Dabei möchte ich erwähnen, dass wir beim Warten an der Bändchenausgabe ein nettes Pärchen getroffen haben, mit denen wir uns dann spontan zusammengeschlossen haben. :)

Verpflegung

esbitkocherDie Beiden haben uns dann netterweise am Samstag auch noch mit Gegrilltem mit versorgt, da sie offenbar zu viel eingepackt hatten. Lecker! Ansonsten hat es mit unserer Verpflegung auch ganz gut geklappt. Dirket am Donnerstagabend haben wir noch gegrillt, mit dem Son of Hibachi - das ist ja ein krasses Teil! Zum Frühstück gab es Kelloggs (diese Portionspackungen und H-Milch-Trinkpäckchen), Rosinenzopf und Obst. Für den Rest haben wir ganz klassisch Dosenfutter gekauft: natürlich Ravioli, aber auch unterschiedliche Suppen, da ich keine Lust hatte, drei Tage das Gleiche zu essen. Für die Dosen haben wir noch vor der Abfahrt einen kleinen Esbitkocher gekauft. Ich war ja sehr überrascht, dass das tatsächlich so gut geklappt hat und finde, dass es eine gute Alternative zu den klassischen Gaskochern ist. Auf dem Gelände selbst gab es auch sehr viele Essensstände und die Preise waren sogar ziemlich fair. Dort haben wir uns einmal Handbrot geholt, das war nämlich unglaublich gut!

Sanitär

Ein Wort wollte ich noch zu den Sanitäranlagen verlieren. Denn es gab neben den Dixiklos auch noch "richtige" Spültoiletten, die regelmäßig gereinigt wurden. Zwar hat sich nach drei Tagen auch hier der Staub breit gemacht, aber im Ganzen fand ich die sehr gut. Toilettenpapier gab es auch immer ausreichend und warten musste ich nie. Vor den Toiletten gab es laufendes Wasser, wo man Hände waschen, Zähne putzen oder Geschirr waschen konnte. Die Duschen entpuppten sich als große Gemeinschaftsduschen, doch sie waren kostenlos und auch recht sauber. Wenn man die Duschzeit gut gelegt hat, war es auch ziemlich leer. (Da wir keinen Headliner sehen wollten, war das die perfekte Zeit.) Und das Duschen tat echt gut! :D

Sommersonne

Wie es so ist beim Festival im Sommer hat auch (ab Samstag) die Sonne ordentlich geschienen! Ich bin ja ein Sonnenkind und mag das sehr, auch wenn mir Hitze irgendwann auf den Kopf schlägt. Irgendwann wurde es morgens sehr warm im Zelt und viel Schatten gab es nicht. Wir haben leider kein Sonnensegel oder so, aber einen kleinen Regenschirm haben wir mitgenommen, so dass es vor dem Zelt im kleinen Schirmschatten auch noch ging. Auf dem Gelände selbst war Schatten wirklich rar. Natürlich haben wir so wieder mal etwas Farbe bekommen, trotz Sonnencreme auch einen kleinen Sonnenbrand, der allerdings schon wieder kuriert ist.

Rockcity

Rockcity

Das Festivalgelände war, wie ich finde, ganz gut aufgebaut. Es gab zwei Bühnen, die im 90°-Winkel zueinander standen und abwechselnd bespielt wurden, so dass man wirklich alle Bands, die auf den Bühnen spielten, sehen konnte. Im Palastzelt fanden noch parallel Konzerte statt. Im Zelt waren wir nur einmal, um Mrs. Greenbird zu sehen, doch das fand ich nicht so toll, da die Musik von draußen fast die im Zelt übertönt hat.

Bands

Die Musik auf dem Deichbrand war, finde ich, ziemlich gemischt, so dass eigentlich für jeden was dabei war. Ich habe endlich mal wieder ein paar schon bekannte Band gesehen, aber auch einige Neue. Meine Highlights waren Bosse, Frittenbude, Großstadtgefüster, und Madsen. Neu entdeckt habe ich Tonbandgerät und wirklich Eindruck haben Anti-Flag bei mir hinterlassen. Ansonsten gab es noch einige andere gute Shows, z.B. von den Broilers, Casper, Le Fly, Adept, Frida Gold, Itchy Poopzkid und Comeback Kid.

Stimmung und Organisation

War mir während der ganzen Zeit gut gefallen hat, war die Atmosphäre auf dem Festivalgelände. Die war insgesamt wirklich angenehm. Es gab wenig Gedrängel, z.B.  um in den Bereich vor der Bühne zu kommen und die Leute hatten alle gute Laune. Klar finden sich auch die üblichen Betrunkenen und die, die es etwas übertreiben, aber das hielt sich m.M.n. in Grenzen. Es gab viele Seifenblasen (Kann ich bitte so eine Seifenblasenpistole haben? ^^) und auch Konfetti. :D

Wirklich gut fand ich auch die Organisation. Zwar hat es an Schatten gemangelt, aber dafür wurde ab Samstagnachmittag auch viel kostenlos Wasser verteilt. Im vorderen Bühnenbereich haben Wasserschläuche für Abkühlung gesorgt. Als der Liebste von Comeback Kid wiederkam, war er total durchnässt, das war wirklich angenehm. ;)

Die Security war ziemlich gut drauf und hat bei allen Konzerten mitgefeiert und Wasser verteilt. Natürlich haben die auch ihren Job gemacht und Leute, die Wellenbrecher geklettert sind, abgefangen. Zwei Mal haben wir auch eine Verfolgungsjagd miterlebt. Sanitäter waren auch ziemlich viele vor Ort, die sich schnell und gut um alles gekümmert haben, vom Kratzer am Knie, bis zu angeknacksten Knöcheln und den Hitzeopfern.

Cuxhaven

Cuxhaven

Da wir ja einen etwas längeren Heimweg hatten, sind wir noch bis Montag geblieben. Montagfrüh haben wir dann das Zelt abgebaut und die restlichen Sachen im Auto verstaut. Müllpfand gab es auch zurück, obwohl wir nicht mal einen halben Sack vollbekommen hatten. Da ich gern noch mal das Meer sehen wollte, haben wir uns erstmal auf in Richtung Cuxhaven gemacht. Leider hat mich Cuxhaven jetzt nicht so beeindruckt, vielleicht waren wir aber auch an der falschen Stelle. Nach langem Suchen haben wir auch ein kleines Frühstückscafé gefunden. So gestärkt ging es dann wieder auf die Autobahn und auf 530km der Heimat entgegen.

armband

Und ich muss sagen, die vier Tage waren wirklich wie Urlaub! :)

Niko und Svü haben auch über das Deichbrand geschrieben.

Heinerfest

feuerwerk

Gestern also waren wir auf dem Heinerfest.

Es war lecker, laut, lustig und lang. Feuerwerk gab's auch und heute bin ich ziemlich müde.

;)

NO TITLE

wasser“You must live in the present, launch yourself on every wave, find your eternity in each moment. Fools stand on their island of opportunities and look toward another land. There is no other land; there is no other life but this.” ― Henry David Thoreau

via "11 Ideas To Make You Rethink 'Living In The Moment'"

Blumige Untersetzer.

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In den letzten Tagen habe ich endlich ein kleines Projekt beendet. Von einem Geburtstagsgutschein kaufte ich mir Wolle, um ein paar Untersetzer zu häkeln. Lange her ist das schon, irgendwie hatte ich nach den ersten paar Untersetzern, die ich verschenken wollte, nicht mehr so viel Lust. Vor zwei Wochen habe ich mich dann doch noch mal hingesetzt, denn eigentlich lassen die sich gut nebenbei zum Film häkeln. Die Anleitung ist nämlich recht einfach und leicht zu merken. :)

Und so sieht es nun aus: Springtime CoastersGelernt habe ich dabei übrigens den Front Post Double Crochet. Wenn man's erstmal kapiert hat, gar nicht so schwer und mal eine schöne Abwechslung zu klassischen Stäbchen oder festen Maschen. ;)

Unterwegs in Darmstadt

Vor ein paar Wochen hatte ich zwei liebe Menschen hier zu Besuch. Zu Pfingsten haben wir es nach der Night of the Graduates im November endlich wieder geschafft  uns zu treffen. Mit den beiden habe ich studiert und unsere Treffen haben inzwischen Tradition. :)

Da beide noch nicht viel von Darmstadt gesehen hatten, haben wir uns für den Samstag eine kleine Touritour quer durch Darmstadt vorgenommen. Das Wetter war uns sehr hold inmitten der vielen Regentage und so sind wir nach dem Frühstück losgezogen.

Darmstadt

Unser erstes Ziel war der Herrengarten mit angeschlossenem Lust- und Nutzgarten des Prinzen Georgs. Dann wollten wir zum Hundertwasserhaus an der Waldspirale, welches ich selbst noch nicht kannte. Einen großen Bogen haben wir geschlagen bis hin zur Rosenhöhe und natürlich durfte auch die Mathildenhöhe nicht fehlen.

Panorama Mathildenhöhe

Durch die Innenstadt ging es dann wieder zurück zur Wohnung, wo wir es uns dann auf dem Balkon gemütlich gemacht haben. Das war ein wirklich schöner Tag! Ich hoffe, wir sehen uns alle bald mal wieder. :)

zwei

Schnuppern beim Triathlon

Letzten Donnerstag war hier zwar Feiertag, aber trotzdem waren wir nicht untätig. Der Liebste hat, seit wir letztes Jahr den IronMan in Frankfurt gesehen haben, Gefallen am Triathlon gefunden. Seitdem läuft er fleißig und ist mit seinem Rennrad viel unterwegs; nur das Schwimmen schiebt er vor sich her. ;)

Ein Kollege erzählte mir vor Kurzem vom Touristik-Triathlon in Reinheim. Und genau dahin waren wir letzten Donnerstag unterwegs: zum ersten Triathlon-Erlebnis. Ich selbst war nur zur moralischen Unterstützung, zum Fotos machen und Sachen tragen dabei, während der Liebste mitten drin war. Wie es ihm dabei erging, hat er schon nieder geschrieben und wie er dabei aussah, seht ihr hier. :)

Triathlon

@JUG_DA: Von Continuous Integration zu Continuous Delivery

Bevor ich mich die nächsten zwei Tage auf der JAX rumtreibe, wollte ich endlich noch meinen Beitrag zum letzten JUG-Treffen in Darmstadt leisten. Das Thema des Abends war "Von Continuous Integration zu Continuous Delivery" und wurde vorgestellt von Steffen Schluff. Nebenbei bemerkt sieht man daran mal wieder wie klein die Welt doch ist, denn Steffen war ein Kollege von einer meiner Kommilitoninnen. ;)

CI/CDSteffen hat seinen Vortrag begonnen mit einem kurzen Überblick über das prinzipielle Setting, wie es wahrscheinlich jeder Entwickler heute kennt. Continuous Integration gehört inzwischen ebenso zum guten Ton wie Versionierung. Das Thema Continuous Delivery hat er dann mit einem Zitat aus dem Agilen Manifest begonnen: "our highest priority is to satisfy the customer." Denn hier lieg der Kern der aktuellen Diskussion: Der Kunde ist im heutigen "Entwicklerkosmos" nicht vertreten. Neue Features oder Fixes werden erst mit einem Release ausgeliefert, welches mitunter einige Wochen oder Monate auf sich warten lässt. Die Idee von Continuous Delivery ist es, dem Kunden eben jene Verbesserungen sofort bereitzustellen: "Ship your product whenever you want." (Neal Ford)

Die Wurzeln von Continuous Delivery liegen im Agilen Manifest, der sogenannten Deployment Pipeline und dem Continuous Deployment. Die wichtigsten Kerngedanken sind (mMn) "bring the pain forward", "automate almost everything" und "done means released". Hauptaugenmerk wird beim Continuous Delivery auf Automation und Kollaboration gelegt. (Ich mag ja Kollaboration, so ein schönes Buzzword. ;)) Was damit gemeint ist, ist grundsätzlich die engere und damit hoffentlich bessere Zusammenarbeit der Teams von Entwicklung und Betrieb, Stichwort DevOps.

Die Deployment Pipeline ist prinzipiell eine stark minimalisierte Form der normalen Auslieferung. Sie beginnt mit der Commit Stage, ausgelöst durch einen Entwickler, durchläuft einige Testetappen und landet am Ende beim Release. Das alles funktioniert zum Teil automatisch, zum Teil müssen einzelne Stages durch manuelle Überprüfung (4-Augen-Prinzip) abgeschlossen werden. Das interessante ist, dass pro Commit eine Pipeline-Instanz läuft, welche u.U. bei Fehlern in den Testläufen abbricht oder, wenn alles gut läuft, mit der Auslieferung einer neuen Version endet. Wichtig sind hier vor allem Tests und das ist vermutlich so das Hauptproblem an vielen Stellen - die gibt's nämlich selten bis gar nicht. (Schlimm genug.)

Ein interessanter Aspekt ist außerdem noch das Configuration Management, bei welchem auch die Infrastruktur, bspw. das Zielsystem bzw. dessen Konfiguration, als Code angesehen wird und damit auch versioniert und automatisiert erstellt werden kann.

Continuous Delivery ist also scheinbar das nächste mehr oder weniger große Ding in der Entwicklerwelt. Aber auch hier, wie bei so vielen anderen schönen Sachen, stellen sich einige Probleme. Unter anderem: Wie bringe ich alle Leute des hier angestrebten, vergrößerten Personenkreises unter einen Hut - Geschäft, Entwicklung, Betrieb?

Bleibt spannend. Die Folien vom Vortrag gibt es übrigens hier und wer Steffen noch mal live sehen möchte, kann das am Donnerstag auf der JAX tun. Schaut auch noch mal bei Jörn vorbei, der war wieder schneller mit seinem Bericht und hat noch ein paar mehr Bilder. (Das Foto hier habe ich übrigens vom Twitter-Stream der JUG gemopst.)

Der Sommer ist noch lang...

Am Freitag halb fünf ging es los: Endlich wieder Richtung München! Wir sind allerdings noch ein bisschen weiter gefahren, denn Patrick wohnt (leider) nicht direkt in der Stadt, in die bayrische Version des Hinterlandes. ;)

Nachdem wir angekommen sind, ging es auch direkt wieder los zum Abendessen. Mit Marius haben wir uns in der Centrale getroffen. Es war ziemlich voll, aber trotzdem noch gemütlich und das Essen war richtig lecker!

Am Samstag konnte ich laaaange ausschlafen. :D Als wir es dann irgendwann in die Küche geschafft hatten, begrüßte uns ein toller Frühstückstisch mit frischem Brot, Obst, Kaffee und Saft. (Nebenbei bemerkt sind Patricks Eltern echt locker drauf und sehr nett-nett. Ich hab mich bis jetzt immer wohl gefühlt, wenn ich da war. :))

Nachmittags ging es dann auf in Richtung München, wo wir die "Münchener Zeil" runtergelaufen sind - Wie heißt denn die Straße vom Stachus zum Marienplatz überhaupt? - und danach noch einen kurzen Abstecher ins Dallmayr gemacht haben. Dort habe ich mir mal wieder die leckere Salz&Malz-Schoki gegönnt und für die Kollegen eine kleine Süßigkeit geholt. Niko hat sich mit Tee eingedeckt. Nicht, dass wir nicht genug hätten. ;) Das Wetter war übrigens - natürlich! - nicht so toll. Immer, wenn wir in München sind, ist's gnatschig. Aber wirklich groß gestört hat es mich nicht. Im Pschorr war es nämlich mal wieder sehr gemütlich, auch wenn es riesig und immer voll ist, und natürlich lecker. Was gab's? Haxe! :D

bosse-konzert

Und danach ging es zum eigentlichen Highlight unseres Besuches: zum Bosse-Konzert! Das war mal wieder richtig gut, dafür hat es sich wirklich gelohnt zu kommen. :) Das Muffatwerk war ausverkauft mit rund 1600 Leuten und die Stimmung war echt toll. Axel Bosse gehört zu einem der Musiker, die live noch besser sind als auf Platte. Ist ja heute nicht mehr selbstverständlich. Ein paar Mal ist er unter die Zuschauer gegangen und beim Sommer hat er sich einfach mitten in die Halle gesetzt und alle sind mit in die Knie gegangen. Tolle Stimmung und eine tolle Show! Hach! :)

Am Sonntag ging es dann nach einem Pancake-Frühstück leider schon am Nachmittag wieder auf in Richtung Heimat. Schade. Solche Gelegenheiten ergeben sich leider viel zu selten. Man lebt ja so vor sich hin. Aber zumindest für anderthalb Tage war die Welt in Ordnung.