Wochenende

Die letzten Wochenenden war ich unterwegs. Jetzt habe ich seit langem mal keine Pläne. Zumindest keine, die mich weg von zu Hause führen.

MU16GE004111Anfang Mai waren wir in München zum Wings for Life World Run. Nachdem wir letztes Jahr hier in Darmstadt mit gelaufen sind, ging es also dieses Jahr nach München. Anfahrt am Samstag, Lauf und anschließende Abfahrt am Sonntag. Das war eine ganz nette Angelegenheit. Natürlich alles für einen guten Zweck. Man möchte da nicht meckern und die Organisation war auch klasse. Aber: Die Stimmung und Strecke war letztes Jahr in Darmstadt wesentlich besser. Auf der Uhr hatte ich am Ende dann gute 8,5km. Für meine aktuelle Kondition und die Wetterbedingungen vollkommen in Ordnung. Am Gerolsteiner-Tor war das Auto schon vorbei, aber ein Bild gibt’s trotzdem. Die Heimfahrt hat lange gedauert, Rückreiseverkehr vom langen Wochenende.

burgeristaPfingsten habe ich mich mal wieder auf den Weg in den Pott gemacht und mit der lieben Svea verbracht. Wir waren zusammen mit Throki und Daisy bei der Burgerista lecker Burger essen. Also, wirklich lecker! Sowohl (Veggie-)Burger als auch den hausgemachte Eistee kann ich nur empfehlen. eurovisionAbends haben wir dann den Grandprix geguckt. Sogar eigene Stimmzettel hatten wir. So organisiert habe ich noch nie den Eurovision geschaut. Über das Ergebnis reden wir mal nicht. Mein Favorit war übrigens Zypern. Den Sonntag haben wir ganz entspannt zu Hause verbracht. Das Wetter war uns zu unbeständig für die geplante Radtour, aber dafür haben wir einen kleinen Spaziergang zu einem See gemacht. Am Montag ging es dann mit dem Fernbus wieder nach Hause.

terrasseUnd dieses Wochenende… nun. Ich habe keine Pläne, wie gesagt. Eigentlich ganz schön. Und das Wetter, auch. Genutzt habe ich es gestern schon, um unsere Terrasse aus dem Winterschlaf zu holen und einige Pflanzen umzutopfen. Der Rest kommt dann, wenn wir (hoffentlich nächstes Wochenende) im Gartenbaumarkt waren. Und avocadomeiner Avocado habe ich nun auch einen eigenen Topf spendiert, nachdem sie sehr lange im Wasser schwamm. Ich hoffe, das wird was. Wie groß die Terrasse so aufgeräumt ist. Dann kann ich beim nächsten Home Office-Tag auch gemütlich draußen sitzen.

Das nächste Wochenende hat schon wieder einen Brückentag. Am Donnerstag ist Fronleichnam und zumindest hier in Hessen ist der frei. Im Mai gab es so viele freie Tag und das war’s dann erstmal bis Oktober. Ich hab gestern geschaut. Das ist ein bisschen schade, aber irgendwo dazwischen gibt’s hoffentlich noch Urlaub.

DA-WI-DA

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Seit Anfang April habe ich einen neuen Job. Für den muss ich in der Anfangszeit noch pendeln, denn er ist in Wiesbaden. Auch wenn ich immer gesagt habe, dass ich nie wieder pendeln möchte: das war so geplant. Immerhin nur vorläufig, denn der weitere Plan sieht (mal wieder) einen Umzug vor. Dann hoffentlich der letzte für mehr als zwei Jahre.

Mein täglicher Arbeitsweg hat sich nun von einer kurzen Radfahrt deutlich erhöht. Es geht erst mit dem Rad zum Bahnhof, mit dem Regionalexpress nach Wiesbaden und dann zu Fuß noch ca. 15 Minuten bis zum Büro. Das macht ungefähr drei Stunden Fahrzeit täglich und ist ungeheuer nervig. Immerhin komme ich so auch mal wieder dazu einiges zu lesen. Und habe jeden Tag (mehr) Bewegung. Man muss ja die positiven Aspekte betrachten.

Einen Tag in der Woche mache ich Home Office. Das funktioniert ganz gut. Mein Kollege hat mich gefragt, warum ich mir dafür den Donnerstag ausgesucht habe, er hätte Freitag oder Montag ja eher verstanden. Das passt aber gut zu meinem Trainingsplan, dann kann ich zumindest einen Lauf unter der Woche morgens machen.

Der Lichtblick ist immerhin, dass das Ganze nur über einen begrenzten Zeitraum ist. Zwischen dem Ende der Pendelei liegen zwar noch einige Wochen, Wohnungssuche und ein Umzug, aber es ist ein realistischer Plan, denke ich. Immerhin.

In der Zwischenzeit zeige ich hier ein paar Eindrücke aus meinem Pendleralltag.

Harry Potter und der Goldene Sticktwist

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Neben einigen anderen Handarbeiten sticke ich auch gern. Kreuzstich. Das habe ich vor zehn Jahren von der Mutter meines ersten Freundes gelernt. Seitdem habe ich über die Jahre immer mal wieder ein paar Kleinigkeiten gestickt. Meistens Geschenke zu Geburtstagen, wie z.B. den Zombie oder letztes Jahr Emmet.

Dann habe ich vor einer Weile die Mini People von Cloudsfactory entdeckt und darunter auch die Harry Potter-Figuren. Das „Harry Potter Giant Cross Stitch Pattern“ hat mich sehr fasziniert, aber es ist eben auch das: gigantisch. Nun ist es also mein Stick-Projekt für (mindestens) dieses Jahr.

Anfang Januar habe ich mir sowohl die Anleitung geklickt, als auch alle Materialien bei stickteufelchen.de bestellt. Die Auswahl ist dort groß, sowohl was Stoffe als auch Garne angeht. Der Versand ging schnell und schon hatte ich bald gut vier Dutzend verschiedene Sticktwiste und 110x55cm Aida-Stoff daheim.

stickrahmenUnd dann konnte es losgehen. Angefangen habe ich das ganze noch mit meinem vergleichsweise kleinen, runden Stickrahmen. Doch bald habe ich auf verschiedenen Instagram-Bildern die quadratischen Stickrahmen entdeckt. Q-snap nennt sich das und so eines habe ich dann zum Geburtstag geschenkt bekommen. Der Unterschied von 15cm Durchmesser auf ein 21cm-Quadrat ist schon beachtlich. Der wie ich finde größte Vorteil neben der Größe ist aber, dass man den Stoff auf dem Rahmen durch die Clips noch mal nachspannen kann. Finde ich gut.

Auf den meisten Bildern war der Qsnap eigentlich gar nicht zu sehen. Der wurde nämlich in einen Huggie oder Grime Guard verpackt. Nach dieser Anleitung habe ich mir sowas dann selbst genäht. Der Huggie schützt nicht nur den Stoffrand, der über den Rahmen gespannt ist, sondern auf der Rückseite kann man den überschüssigen Stoff gut einfalten, so dass er nicht im Weg ist. Superpraktisch.

huggie

So macht das Ganze ziemlich viel Spaß und ein bisschen Fortschritt kann man auch schon sehen. Ich mag es wie die einzelnen Elemente entstehen und bin schon sehr gespannt auf das Endergebnis. Bis dahin dauert es allerdings noch eine ganze Weile, denke ich. Und in der Zwischenzeit kann ich auch noch mal Magnete suchen, um mir einen kleinen Needle Minder zu basteln. Dann bin ich ganz gut ausgestattet. 😉

Warten.

Ich warte zur Zeit. Ziemlich viel. Ich warte auf Antworten, auf den Bus, auf die Bahn, darauf, dass der Regen aufhört, vielleicht auf einen Anruf oder doch eher eine Mail. Ich warte darauf, dass die Tinte trocknet, dass der Paketbote kommt und dass ich die richtigen Worte finde.

Heute Nachmittag hat es geregnet. Und plötzlich kam die Sonne raus, mitten in diesem sintflutartigen Regen. Und es gab einen der schönsten und rundesten Regenbogen. Und dann stand ich am Fenster, habe den Regenbogen angeguckt und kurzzeitig nicht ans Warten gedacht.

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